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iPhone Wertverlust: So viel ist dein iPhone nach 1, 2, 3 Jahren noch wert

Wer ein iPhone kauft, kauft immer auch einen späteren Verkaufspreis mit. Denn kaum ein Smartphone lässt sich nach zwei oder drei Jahren noch so gut zu Geld machen wie ein iPhone. Trotzdem gilt auch hier: Der Wert sinkt vom ersten Tag an – und wer die typische Wertverlustkurve kennt, verkauft zum richtigen Zeitpunkt und holt spürbar mehr heraus.

In diesem Ratgeber schauen wir uns an, wie viel Prozent seines Neupreises ein iPhone nach einem, zwei und drei Jahren typischerweise verliert, warum iPhones wertstabiler sind als Android-Geräte, welche Faktoren den Wertverlust beschleunigen – und wie du den Restwert deines Geräts aktiv maximierst.

Die typische Wertverlustkurve eines iPhones

Vorweg: Die folgenden Zahlen sind grobe Erfahrungswerte aus dem Gebrauchtmarkt, keine Garantie. Der tatsächliche Restwert hängt vom Modell, vom Zustand, von der Speichergröße und vom Marktumfeld ab. Als Orientierung für ein gepflegtes iPhone in gutem Zustand haben sich aber diese Größenordnungen etabliert:

  • Nach 1 Jahr: etwa 30-40 % Wertverlust – dein iPhone ist also noch rund 60-70 % des Neupreises wert.
  • Nach 2 Jahren: etwa 45-55 % Wertverlust – der Restwert liegt bei rund 45-55 % des Neupreises.
  • Nach 3 Jahren: etwa 60-70 % Wertverlust – übrig bleiben rund 30-40 % des Neupreises.
  • Danach flacht die Kurve ab: Der große Wertverlust ist nach drei Jahren überwiegend passiert, ältere iPhones verlieren pro Jahr absolut gesehen immer weniger.

Wichtig für die Einordnung: Diese Prozentwerte beziehen sich auf den realistischen Wiederverkaufswert. Ankaufsportale zahlen naturgemäß etwas weniger als private Käufer auf Kleinanzeigen-Plattformen – dafür bekommst du dort einen garantierten Preis ohne Verhandlungen und Betrugsrisiko. Und: Der Wertverlust verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Stufen. Der größte Sprung passiert jedes Jahr rund um den September, wenn Apple die neue Generation vorstellt.

Warum iPhones wertstabiler sind als Android-Handys

Viele Android-Flaggschiffe verlieren schon im ersten Jahr die Hälfte ihres Neupreises – auch, weil sie im Handel schnell und stark rabattiert werden. iPhones halten ihren Wert deutlich besser. Dafür gibt es handfeste Gründe:

  • Lange Update-Versorgung: Apple versorgt iPhones fünf, sechs, teils sieben Jahre mit iOS-Updates. Ein drei Jahre altes iPhone ist softwareseitig noch lange aktuell – und damit für Gebrauchtkäufer attraktiv.
  • Hohe Nachfrage nach Gebrauchtgeräten: iPhones sind die meistgesuchten Gebraucht-Smartphones überhaupt. Refurbisher und Ankaufsportale konkurrieren um die Geräte, was die Ankaufspreise stützt.
  • Stabile Neupreise: Apple rabattiert selten. Weil das neue Modell kaum günstiger wird, bleibt auch der Referenzpreis für Gebrauchtgeräte hoch – bei Android drücken schnelle Straßenpreis-Rabatte den Gebrauchtwert mit nach unten.
  • Überschaubare Modellpalette: Wenige, klar unterscheidbare Modelle pro Jahr statt Dutzender Varianten. Das macht den Gebrauchtmarkt liquide und die Preise transparent.
  • Starkes Ökosystem: Wer einmal in iCloud, iMessage und AirPods investiert ist, bleibt oft bei Apple – und kauft gern ein gebrauchtes iPhone als Zweit- oder Familiengerät.

Diese Faktoren beschleunigen den Wertverlust

Die Wertverlustkurve oben gilt für gepflegte Geräte. Einige Faktoren können den Restwert deutlich schneller schmelzen lassen:

  • Zustand: Kratzer im Display, Dellen im Rahmen oder ein gesprungenes Rückglas kosten sofort eine oder zwei Zustandsstufen – das macht schnell 20-40 % Preisunterschied aus.
  • Akkugesundheit unter 80 %: Viele Portale stufen das Gerät dann ab oder ziehen pauschal etwas ab, denn für den nächsten Nutzer steht ein Akkutausch an.
  • Der September-Release-Zyklus: Rund um die Vorstellung der neuen iPhone-Generation fallen die Ankaufspreise der Vorgänger spürbar – oft um 10-25 % innerhalb weniger Wochen.
  • Reparaturen mit Fremdteilen: Nach einem Display- oder Akkutausch mit Nicht-Originalteilen zeigen manche iPhones eine Warnmeldung – das drückt den Ankaufspreis.
  • Fehlendes Zubehör: Originalverpackung und Kabel bringen bei manchen Portalen einen kleinen Aufschlag – ohne sie verschenkst du ein paar Euro.

Die Akkugesundheit ist der am häufigsten unterschätzte Wertkiller: Sie sinkt schleichend mit jedem Ladezyklus. Prüfe sie unter Einstellungen → Batterie → Batteriezustand & Laden. Liegt sie noch über 85-90 %, ist das ein gutes Verkaufsargument – wer wartet, bis sie unter 80 % fällt, verkauft automatisch eine Zustandsklasse schlechter.

Pro-Modelle vs. Standard: Wer hält den Wert besser?

Pro- und Pro-Max-Modelle starten mit einem höheren Neupreis – und behalten absolut gesehen auch den höheren Restwert. Ein zwei Jahre altes Pro-Modell bringt beim Verkauf fast immer deutlich mehr als das gleich alte Standardmodell. Prozentual nehmen sich die Kurven weniger, aber die Pro-Modelle profitieren von zwei Effekten: Die Nachfrage nach gebrauchten Pro-Geräten ist hoch, weil viele Käufer die Pro-Ausstattung wollen, ohne den Neupreis zu zahlen. Und die größere Speicherausstattung der Pro-Käufer wirkt ebenfalls preisstützend, denn kleine Speichervarianten verlieren tendenziell schneller an Attraktivität.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer ohnehin plant, das iPhone nach zwei bis drei Jahren wieder zu verkaufen, fährt mit einem Pro-Modell oder zumindest einer mittleren Speichergröße oft besser – die effektiven Nutzungskosten (Neupreis minus Verkaufserlös) relativieren den höheren Einstiegspreis ein Stück weit.

Der ideale Verkaufszeitpunkt

Aus der Wertverlustkurve ergibt sich eine klare praktische Konsequenz: Der wirtschaftlich beste Verkaufszeitpunkt liegt für die meisten Nutzer nach zwei bis drei Jahren – bevor die Akkugesundheit kritisch wird und solange das Modell noch mehrere Jahre Update-Versorgung vor sich hat. Wer noch länger wartet, verliert zwar absolut immer weniger, hat aber auch immer weniger Restwert zu retten.

Innerhalb des Jahres gilt: Verkaufe vor dem September. Die Vorstellung der neuen iPhone-Generation drückt die Ankaufspreise aller Vorgängermodelle – wer im Juli oder August verkauft, umgeht diese Preisklippe komplett. Nach dem Release erholen sich die Preise nicht wieder; der Rückgang ist dauerhaft.

Vor dem nächsten iPhone-Release verkaufen?

Warum Juli und August die besten Verkaufsmonate sind und wie stark die Preise nach einem Apple-Event fallen, liest du in unserem Ratgeber.

Ratgeber: iPhone verkaufen vor dem iPhone-18-Release

So maximierst du den Restwert deines iPhones

Den Wertverlust komplett aufhalten kannst du nicht – aber du kannst ihn deutlich bremsen und beim Verkauf das Maximum herausholen:

  • Hülle und Displayschutz ab Tag 1: Der Zustand ist der größte Preishebel. Ein kratzerfreies iPhone verkauft sich eine bis zwei Zustandsklassen besser.
  • Originalverpackung und Zubehör aufheben: OVP und Original-Kabel bringen bei manchen Portalen einen Aufschlag und beschleunigen den Privatverkauf.
  • Akku schonen: Optimiertes Laden aktiviert lassen, Dauerhitze (Auto-Armaturenbrett, direkte Sonne) vermeiden – so bleibt die Akkugesundheit länger über 85 %.
  • Rechtzeitig verkaufen: Nach zwei bis drei Jahren und immer vor dem September-Event – nicht warten, bis Akku oder Update-Zusagen zum Problem werden.
  • Zustand ehrlich angeben: Zu optimistische Angaben führen zu reduzierten Gegenangeboten und kosten Zeit. Realistisch einschätzen und im Zweifel eine Stufe niedriger wählen.
  • Immer mehrere Portale vergleichen: Die Ankaufspreise für dasselbe iPhone unterscheiden sich zwischen den Portalen oft um 10-50 € – der Vergleich dauert nur eine Minute.

Notiere dir beim Kauf eines neuen iPhones direkt eine Verkaufs-Erinnerung für den Sommer in zwei oder drei Jahren. Klingt übertrieben, spart aber real Geld: Die Kombination aus gutem Zustand, gesundem Akku und Verkauf vor dem Release macht am Ende oft dreistellige Beträge aus.

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Häufige Fragen

Wie viel ist mein iPhone nach 2 Jahren noch wert?

Als grober Erfahrungswert: rund 45-55 % des Neupreises, sofern das Gerät in gutem Zustand ist und die Akkugesundheit stimmt. Der genaue Wert hängt von Modell, Speichergröße und Marktlage ab – ein tagesaktueller Preisvergleich zeigt dir den realen Ankaufswert in einer Minute.

Warum verlieren iPhones langsamer an Wert als Android-Handys?

Vor allem wegen der langen iOS-Update-Versorgung (fünf bis sieben Jahre), der hohen Nachfrage nach gebrauchten iPhones und der stabilen Neupreise, da Apple selten rabattiert. Viele Android-Flaggschiffe werden dagegen schnell im Preis gesenkt, was auch ihren Gebrauchtwert mit nach unten zieht.

Wann ist der beste Zeitpunkt, ein iPhone zu verkaufen?

Nach zwei bis drei Jahren Nutzung – und innerhalb des Jahres in den Sommermonaten vor dem September-Event. Rund um die Vorstellung der neuen Generation fallen die Ankaufspreise der Vorgänger typischerweise um 10-25 % und erholen sich danach nicht wieder.

Wie stark drückt ein schwacher Akku den Preis?

Deutlich: Liegt die Akkugesundheit unter 80 %, stufen viele Portale das Gerät eine Zustandsklasse schlechter ein oder ziehen pauschal ab. Prüfe den Wert unter Einstellungen → Batterie → Batteriezustand & Laden. Manchmal lohnt ein Akkutausch vor dem Verkauf – rechne Reparaturkosten gegen den Preissprung.

Halten Pro-Modelle ihren Wert besser als Standard-iPhones?

Absolut gesehen ja: Ein gebrauchtes Pro-Modell bringt fast immer deutlich mehr als das gleich alte Standardmodell, weil die Nachfrage nach gebrauchter Pro-Ausstattung hoch ist. Prozentual sind die Kurven ähnlich, Pro-Modelle liegen tendenziell leicht vorn.

Lohnt sich der Verkauf eines iPhones nach 4 oder 5 Jahren noch?

Ja, aber der große Wertverlust ist dann bereits passiert – übrig sind meist noch grob 20-30 % des Neupreises, je nach Modell und Zustand. Immerhin: Auch ältere iPhones haben dank der langen Update-Versorgung einen stabilen Markt. Verkaufen ist fast immer besser, als das Gerät in der Schublade weiter altern zu lassen.

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